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Bericht der Nordwest-Zeitung (NWZ) über die Jahreshauptversammlung
des Ortsvereins Südmoslesfehn am 04.03.2010.
Verfasser und Bild: Werner Fademrecht
 
 
Ortsverein bleibt bei Breitbandanschlüssen am Ball
 
 
Südmoslesfehner Versammlung gründet neue Projektgruppe Internet – Verhandlungen um Sportplatz
 
SÜDMOSLESFEHN - Das Thema Breitbandnetz und die Frage, ob und wann in Südmoslesfehn mit schnellen Internetzugängen für die Bürger zu rechnen ist, hat dem Ortsverein auf seiner Jahreshauptversammlung eine große Beteiligung beschert. Kein Wunder: Das Dorf gehört zu den fünf Prozent der Flecken in Deutschland, in denen derzeit nur von schnellem Datenverkehr geträumt werden kann.

DSL spätestens Ende 2011
Am Donnerstagabend füllten 90 Zuhörer, davon 70 stimmberechtigte Mitglieder, den Saal im Moslesfehner Brückenhaus. 1. Vorsitzender Werner Albrecht, der zugleich Mitinitiator der neuen DSL-Arbeitsgemeinschaft der Wardenburger Orts- und Bürgervereine ist, machte deutlich, dass die Chancen des Dorfes, in absehbarer Zukunft einen schnellen Zugang zum Internet zu erhalten, gut stehen. Haushalte mit einer 04486 als Vorwahl werden aller Voraussicht nach über einen Verteilerknoten, der künftig die Daten per Glasfaserkabel bis zum Standort in Höhe des Brückenhauses erhält, angeschlossen. „Dann ist DSL in 16 000er-Qualität drin“, freut sich Albrecht. Haushalte mit Oldenburger Vorwahl müssen länger warten, weil entlang der Hunoldstraße von Oldenburg nach Wardenburg bislang nur Leerrohre liegen. Das Verlegen von Glasfaserkabeln (Kosten: 40 000 Euro pro Kilometer) und die Weiterverteilung über herkömmliche Telefonleitung rechnet sich aber nur für Telekommunikationsunternehmen, wenn es zur Förderung mit öffentlichen Mitteln kommt.

Spätestens im November 2011 sollte aber auch dieser Bereich schnelles Internet besitzen, prognostiziert Albrecht. Der Ortsverein wird - das wurde am Donnerstag beschlossen - mit einer neuen Projektgruppe die weiteren Planungen und den Ausbau begleiten, auch um das Projekt dynamisch voranzutreiben, wie Albrecht betont.

Herz des Sportvereins

Ein wichtiges Zukunftsthema ist die weitere Nutzung des Sportplatzes und des ihn umgebenden Areals. Als einziger Sportplatz in der Gemeinde befinden sich Grund und Boden noch in privater Hand, der Pachtvertrag endet 2015, im Jahr des 125-jährigen Bestehens von Südmoslesfehn.
 
Gemeinde, Sportverein und Ortsverein verhandeln mit dem Grundstückseigentümer über eine für alle Seiten befriedigende Lösung. „Wenn wir eines Tages den Sportplatz nicht mehr haben, ist das so, als wenn man dem Verein das Herz rausreißt“, betonte SVM-Vorsitzender Engelbert von der Pütten. Der Ortsverein fürchtet seinerseits, künftig ohne Entwicklungs- und Versammlungsmöglichkeiten dazustehen. „Wir müssen jetzt die Ratsherren auch der anderen Dörfer davon überzeugen, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht“, so Werner Albrecht.


 
 
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Für den Informationsfluss aus dem Vorstand in die Öffentlichkeit soll die neu gewählte Informationsmanagerin Jutta Fischer sorgen. Wiedergewählt wurden turnusgemäß der 2. Vorsitzende Wilfried Mittwollen und Finanzmanager Lars Becker. Neuer Sprecher der Straße „Am Kanal“ ist Björn Holters.
 
 
Im Amt: von links  2. Vorsitzender Wilfried Mittwollen, Kassenführer Horst Brandes, Informationsmanagerin Jutta Fischer, Finanzmanager Lars Becker, Vorsitzender Werner Albrecht. BILD: FADEMRECHT
 
„Südmoslesfehn – unser Dorf verbindet sich“. Dieser Slogan, den der Ortsverein bewusst doppeldeutig gewählt hat, soll in 2010 auch die Richtung für den Gemeindewettbewerb vorgeben. Das „Netzwerk Jugend“ schafft neue Zusammenarbeit mit der Grundschule Achternmeer und deren Förderverein, im Ort arbeitet der Ortsverein eng mit dem Sportverein und den Schützen zusammen. Erstes Beispiel ist ein Vortrag zum Thema Erziehung, der am Mittwoch, 10. März, in der Sporthalle der Achternmeerer Grundschule angeboten wird. Der Ortsverein werde dank Sponsoren wie dem Kleinen Kreis und dem Förderverein dort stärker aktiv, wo sich die Gemeinde aus Kostengründen zurückziehe, so Albrecht.
 

Neuer Spazierweg
Mit Unterstützung der Kommune wollen die Bürger den Weg, der unmittelbar an der Böschung des Küstenkanals vom Brückenhaus bis zum Kanalweg führt, in einen wieder gut begehbaren Spazierweg umwandeln. Die Gemeinde unterstützt dieses Projekt mit materiellen Mitteln und hat den Ortsverein aus einer rechtlich nicht unproblematischen Verkehrssicherheitspflicht entbunden, die seit 25 Jahren durch einen Vertrag mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen bestanden hatte